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News


News vom 04.04.2022

Erfolgreiche Ernte in Kulmasa


Ende Januar 2022 konnte auf der im Aufbau befindlichen Lehr- und Lernfarm in Kulmasa das erste Gemüse geerntet werden. Unter schwierigen klimatischen Bedingungen ist es gelungen, in der Trockenzeit Tomaten, Paprika, Kohl, Zwiebeln und Salat zu ernten. Ein schöner Erfolg unseres Einsatzes im November/ Dezember 2021. Die gemachten Erfahrungen werden helfen, zukünftig in der Trockenzeit erfolgreicher Gemüse anzubauen und damit die Ernährungssituation der Menschen in der Region zu verbessern.

Tomaten
Paprika
geerntete Tomaten

eine Frau bei der Ernte
Eine Frau bei der Ernte

News vom 22. Februar 2022

Schulbänke für Kulmasa

Aktionskreis Kulmasa - Pater Hagen e.V., Hörstel

Projektbeschreibung

In den vergangenen Jahren haben wir vom Aktionskreis Kulmasa - Pater Hagen, Hörstel schon über 120 Schulbänke für Kinder in den Buschschulen von Kulmasa im Norden Ghanas finanzieren können. Beim letzten Besuch im November/ Dezember 2021 wurde klar, dass die Unterstützung weiter gehen muss. Viele Kinder freuen sich, dass sie beim Schulbesuch jetzt auf einer Bank sitzen können. Aber sehr viele Kinder müssen weiter auf dem Boden im Sand oder auf dem Betonboden liegen während des Unterrichts. Sie wünschen sich auch einen Sitzplatz. Eine Schulbank für 2 Kinder kostet rund 40 Euro. Wir haben uns vorgenommen, in diesem Jahr die Spendensumme von 1.000 Euro zu schaffen, um weitere 25 Schulbänke anschaffen zu können.

Galerie


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Schulbänke für Kulmasa

News vom 10.11.2021

Das Frauenförderprogramm in Kulmasa

Vorstellung des Projektes (Auszüge aus dem Projektantrag)

Die erste Seife ist fertig


Zur Verbesserung der Einkommenssituation von 200 Frauen und ihren Familien während der achtmonatigen Trockenzeit in den beiden ländlichen Ortschaften Kulmasa und Ghindabour im Sawla/Tuna/Kalba-Distrikt der Savannah Region in Nordghana sollen zwei Werkstätten zur Herstellung von qualitativ hochwertiger lokaler Seife errichtet und mit den notwendigen Gerätschaften ausgestattet werden. Die Nachfrage nach Seife ist im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie enorm gestiegen und unter Hinzugabe weiterer Grundstoffe kann die reinigende und desinfizierende Wirkung lokaler Seife deutlich erhöht werden.

Neben den lokalen Märkten sind die Regionalhauptstadt Wa und das angrenzende Burkina Faso als Markt für diese Art von Seife identifiziert worden. Sowohl Kulmasa als auch Ghindabour liegen an der Hauptstraße von Accra über Kumasi und Techiman nach Wa und Burkina Faso. Händler, die bislang vergleichbare Seifenprodukte aus dem Süden Ghanas in den Norden nach Wa oder Burkina Faso bringen, haben somit eine sehr einfache Gelegenheit, die hochwertige Seife der Frauen zu kaufen. Die Frauen haben die Gelegenheit, auf Grund der erwarteten Nachfrage für ihre Produkte einen guten Preis zu erzielen.

Die Herstellung und der Verkauf dieser höherwertigen Seife erhöht das Einkommen der 200 Frauen und ihrer Familien während der Trockenzeit. Jeweils 100 Frauen an den beiden Standorten sollen in der Herstellung dieser hochwertigeren Seife trainiert werden.

Teil dieser Trainings sind auch allgemeine Themen der Haushaltshygiene. Die Nutzung der höherwertigen Seife durch die diese herstellenden Frauen selbst und durch die diese Seife erwerbenden Kunden verbessert die Hygienesituation in deren Haushalten und beugt damit Krankheiten vor.

Das Projekt ist eingebettet in die seit 2014 bestehende Partnerschaft zwischen der Holy Family Kirchengemeinde in Kulmasa und der Kirchengemeinde St. Antonius in Hörstel. Die Förderung von Frauen ist ein großes Anliegen der Partnerschaft.

Die Holy Family Kirchengemeinde in Kulmasa, zu der auch die Filialgemeinde in Ghindabour gehört, unterstützt im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe die Menschen vor Ort beim Zugang zu Bildung, Wasser, Gesundheit, Strom und anderen Grundbedürfnissen. Sie ist u.a. Trägerin einer öffentlichen Grundschule und einer öffentlichen Junior High School (Mittelschule), die selbstverständlich für Schülerinnen und Schüler aller religiösen und ethnischen Gemeinschaften offen sind. Für Schülerinnen der Junior High School, die aus weiter abgelegenen Dörfern kommen und für die der tägliche Schulweg zu weit wäre, wird ein Hostel betrieben und betreut. Desweitern gibt es eine kleine öffentliche Bücherei, die auch abends geöffnet hat und Schüler/innen aus Haushalten ohne Strom die Möglichkeit gibt, auch nach Sonnenuntergang noch ihre Hausaufgaben zu machen.

Bis auf den Pfarrer und seinen Kaplan sowie einen Katecheten sind alle Engagierten in der Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig. Es gibt verschiedene Frauengruppen in der Kirchengemeinde sowie in den anderen religiösen Gemeinschaften, die sämtlich ehrenamtlich arbeiten.

Seit Oktober 2020 lebt eine derzeit dreiköpfige Gemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern in Kulmasa, die sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde engagiert und die begonnen haben, sich um die Mädchen und Frauen kümmern.

Die Kirchengemeinde hat ein Partnerschaftskomitee gegründet, das gleichzeitig so etwas wie ein lokales Entwicklungskomitee ist. Alle Projekte der Kirchengemeinde werden hier beraten und beschlossen und die Verantwortlichkeiten für die Umsetzung dann verteilt.

Die drei Schwestern verfügen ausnahmslos über eine akademische oder berufliche Qualifikation und mehr- bzw. langjährige Berufserfahrung. Eine der Schwestern ist Lehrerin und wird dieses Frauenprojekt begleiten, das aber von Vertreterinnen der lokalen Frauengruppen geleitet werden soll. Eine zweite Schwester ist approbierte Apothekerin und hat bis Ende letzten Jahres die große Krankenhausapotheke in Techiman geleitet. Dort wurden im Zuge der Corona-Pandemie in vergleichsweise großem Umfang aus Grundstoffen Desinfektions- und Reinigungsmittel selbst hergestellt, was mit der Herstellung von Seife wie in diesem Projekt vorgesehen viel gemein hat.

Die finanziellen Mittel der Kirchengemeinde sind sehr begrenzt und beschränken sich im Wesentlichen auf die wöchentliche Kirchenkollekte, von der aber auch das Pfarrhaus und das Kirchengebäude unterhalten werden müssen und die verschiedenen kirchlichen Aktivitäten finanziert werden. Die Einnahmen aus diesen Kollekten sind mit Blick auf die Erwerbstätigkeit der allermeisten Kirchgänger - die Subsistenzlandwirtschaft - sehr bescheiden.

Das lokale Partnerschafts-/ Entwicklungskomitee hat in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte erfolgreich umgesetzt. So wurden beispielsweise mit finanzieller Unterstützung aus Hörstel Wasserbohrungen durchgeführt und die Schulen mit Wasser versorgt. Für Schulen in den umliegenden Dörfern konnten über 120 Schulbänke angeschafft werden, so dass viele Kinder jetzt nicht mehr während des Unterrichts auf dem nackten Betonboden sitzen oder liegen müssen. Es wurde ein Fond eingerichtet zur Bevorratung von Anti-Dot nach Schlangenbissen. Für die Junior High School konnten über 20 Notebooks angeschafft werden.

Der Verein "Aktionskreis Kulmasa - Pater Hagen, Hörstel e.V." wurde 2017 von aktiven Mitgliedern der Kirchengemeinde St. Antonius Hörstel gegründet, die sich in der seit 2014 bestehenden Partnerschaft mit der Holy Family Kirchengemeinde in Kulmasa engagieren. Diese Pfarrpartnerschaft entstand im Rahmen der Partnerschaft des Bistums Münster mit den katholischen Bistümern in Nordghana und auf Initiative von Pater Bernhard Hagen. Pater Hagen hatte in seiner aktiven Zeit 25 Jahre in Ghana gearbeitet - u.a. in Kulmasa - und seinen Lebensabend in Hörstel verbracht.

Der Verein unterstützt Entwicklungsprojekte in Kulmasa und arbeitet dort direkt mit dem lokalen Partnerschaftskomitee der Partnergemeinde zusammen, das gleichzeitig auch das Entwicklungskomitee der Kirchengemeinde ist. Das Ziel des Vereins ist es - dem Beispiel von Pater Hagen folgend - gemeinsam mit den Partnern in Kulmasa im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe den Menschen vor Ort Zugang zu Bildung, Wasser, Gesundheit, Strom und anderen Grundbedürfnissen zu ermöglichen. Die unterstützten Projekte kommen allen Menschen vor Ort zugute, nicht nur den katholischen Gemeindemitgliedern. Alle Aktionen, ob größere Projekte oder auch Einzelunterstützungen von Gemeindemitgliedern werden eng miteinander abgestimmt.

Im September 2020 besuchte eine der Missionsärztlichen Schwestern Hörstel und berichtete von dem bevorstehenden Engagement der Schwestern. Dabei stieß der Aspekt der Frauenförderung auf besonderes Interesse. Mit dem Partnerschaftskomitee in Kulmasa findet ein reger Austausch per WhatsApp oder Mail statt. Den Kontakt miteinander kann man als wirklich vertrauensvoll bezeichnen.

200 Frauen, die in der Regenzeit Subsistenzlandwirtschaft betreiben und in der Trockenzeit kaum einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sind die direkte Zielgruppe. Von dem Zusatzeinkommen durch die Herstellung und den Verkauf der höherwertigen Seife profitieren dann vor allem die Kinder, deren Ernährungssituation sich verbessert, wenn sich das Einkommen der Mütter erhöht.

Die Auswahl der jeweils 100 Frauen an den beiden Standorten Kulmasa und Ghindabour erfolgt nach dem Kriterium der Bedürftigkeit, die sich u.a. an der Anzahl der Kinder unter fünf Jahren und an ihren bisherigen Möglichkeiten zur Erwerbstätigkeit während der Trockenzeit bemisst. Frauen mit Behinderungen sollen ebenfalls berücksichtigt werden. Die Schwestern haben die Möglichkeit, aus ihrem „Sick and Poor“-Fund Frauen mit Behinderungen beispielsweise mit Krücken oder Rollstühlen zu unterstützen und ihnen somit die Teilnahme zu erleichtern.

Die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit spielt bei der Auswahl der Frauen keine Rolle.¹

Die Frauen sind in ihren Gruppen insgesamt so organisiert, dass sie die Auswahl in eigener Selbstorganisation treffen können. Im Falle von Konflikten sind die Schwestern darin geschult und sehr erfahren, zu vermitteln und bei der Lösungsfindung zu helfen. Der gesamte Haushalt der 200 teilnehmenden Frauen profitiert natürlich auch durch die Verbesserung der hygienischen Situation durch die eigene Nutzung der in ihrer reinigenden Wirkung verbesserten Seife.

Indirekte Zielgruppe sind die Kunden, die die qualitativ und in ihrer reinigenden Wirkung verbesserte Seife kaufen und so die hygienische Situation ihres Haushaltes verbessern. Die in den beiden Werkstätten in Kulmasa und Ghindabour lokal hergestellte Seife wird auch günstiger sein als vergleichbare Seife, die aus dem Süden Ghanas beschafft werden müsste. Neben den lokalen Märkten sind die Regionalhauptstadt Wa und das angrenzende Burkina Faso als Markt für diese Art von Seife identifiziert worden. Sowohl Kulmasa als auch Ghindabour liegen an der Hauptstraße von Accra über Kumasi und Techiman nach Wa und Burkina Faso. Händler, die bislang vergleichbare Seifenprodukte aus dem Süden Ghanas in den Norden nach Wa oder Burkina Faso bringen, haben somit eine sehr einfache Gelegenheit, die hochwertige Seife der Frauen zu kaufen. Die Frauen haben die Gelegenheit, auf Grund der erwarteten Nachfrage für ihre Produkte einen guten Preis zu erzielen.

Für die Herstellung der Seife sind zwei kleine Werkstätten geplant, die aus einem offenen, aber überdachten Unterstand mit einer festen Bodenplatte sowie einem verschließbaren Lagerraum bestehen. Die Offenheit des Unterstandes ist wegen der Erhitzung während des Herstellungsprozesses notwendig bei gleichzeitigem Schut

Für die Herstellung der Seife sind zwei kleine Werkstätten geplant, die aus einem offenen, aber überdachten Unterstand mit einer festen Bodenplatte sowie einem verschließbaren Lagerraum bestehen. Die Offenheit des Unterstandes ist wegen der Erhitzung während des Herstellungsprozesses notwendig bei gleichzeitigem Schutz gegen Sonne und Regen, der Lagerraum zum Lagern der Gerätschaften und der Zutaten sowie der Endprodukte.

Bei den Werkstätten handelt es sich um sehr einfache Konstruktionen, die im größtenteils aus einer freien und lediglich überdachten Fläche besteht, sowie einem Lagerraum und einem kleinen Büroraum.

Die Frauen erhalten ein mehrtägiges Training, in dem vor allem Kenntnisse über den sicheren Umgang mit den verschiedenen Zutaten und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen, die richtigen Mischungsverhältnisse der verschiedenen Zutaten, die Prozesse der Erhitzung und Abkühlung sowie die fachgerechte Lagerung der hergestellten Seifen vermittelt werden. Teil dieser Trainings sind auch allgemeine Themen der Haushaltshygiene. Eine der Schwestern wird die Projektkoordination übernehmen, an jedem Standort wird es zusätzlich eine Gruppenleiterin geben.

Die teilnehmenden Frauen und ihre Kinder werden einer Gesundheitsuntersuchung unterzogen und diese in Abständen von drei Monaten wiederholt. Anhand der Ergebnisse soll mitverfolgt werden, ob und in welchem Maße sich ihre Ernährungs- und Gesundheitssituation auf Grund des höheren Einkommens verbessert.

Die teilnehmenden Frauen und ihre Kinder werden einer Gesundheitsuntersuchung unterzogen und diese in Abständen von drei Monaten wiederholt. Anhand der Ergebnisse soll mitverfolgt werden, ob und in welchem Maße sich ihre Ernährungs- und Gesundheitssituation auf Grund des höheren Einkommens verbessert.

In Zusammenarbeit mit der Jakob-Christian-Adam-Stiftung wird eine entsandte Fachkraft lokale Partner bei der Projektentwicklung und beim Projektmanagement unterstützen. Die Fachkraft wird die Schwestern und die Pfarrei beim Controlling dieses hier vorgelegten Projektes unterstützen.

Die Missionsärztlichen Schwestern haben in Kulmasa gemeinsam mit lokalen Subsistenzlandwirt*innen ein Landwirtschaftsprojekt begonnen, dass zum Ziel hat, Landwirtschaft durch Bewässerung und Mechanisierung auch während der Trockenzeit zu ermöglichen, um die Ernährungssituation während der Trockenzeit zu verbessern, vor allem für Familien mit Kindern unter fünf Jahren.

(siehe dazu auch Bericht „Aktuelles/News/ Das Projekt der ökologischen Lehr- und Lernfarm in Kulmasa)

Die Zutaten werden gründlich vermischt.
Projektleiterin Sister Jane und Hermann Determeyer experimentieren mit Duftstoffen in der Seife.
Die Frauen sind sehr interessiert an der Herstellung lokaler Seifenkugeln.
Produziert wird gleich im großen Stil.
Schlafende Babys werden unter einem Baum abgelegt.
Die Trainerin erklärt, worauf es ankommt.


1) Kurzer Hinweis zum Hintergrund der Missionsärztlichen Schwestern: Ihre Gründerin Dr. Anna Dengel, eine der ersten Österreicherinnen, die ein medizinisches Studium abschließen konnte, ging 1920 nach Rawalpindi (damals Britisch-Indien, heute Pakistan), um als Gynäkologin für muslimische Frauen zu arbeiten. Auf Grund der damals dort vorherrschenden Traditionen, durften muslimische Frauen sich weder von männlichen Ärzten behandeln lassen noch sich als Ärztinnen ausbilden lassen, weswegen muslimische Frauen praktisch ohne ärztliche Fürsorge blieben, bis europäische Arztinnen im Auftrag der britischen Kolonialverwaltung dort tätig wurden. Die Offenheit für Frauen jeglicher religiösen und ethnischen Herkunft ist ein Grundprinzip der Missionsärztlichen Schwestern.


News vom 05.11.2021

Das Projekt der ökologischen Lehr- und Lernfarm in Kulmasa

Seit Oktober 2020 sind Schwestern aus dem Orden der Medical Mission Sisters auf Einladung des Bischofs von Damongo, Peter Paul Angkyier, in Kulmasa. Die MMS wollen ein integriertes Gesundheitskonzept mit dem Kern einer „Familienklinik“ durchführen. Sie werden sich um die gesundheitlichen Belange der Menschen in Kulmasa und den umliegenden Dörfern kümmern. Dieses integrierte Gesundheitsprojekt wird auch ein Projekt zur Stärkung der Rolle der Frau, zur Stärkung der Jugend, zur Bildung der Mädchen und ein landwirtschaftliches Projekt für die Landwirtschaft umfassen, das einige Arbeitsplätze und ein wenig Einkommen bieten soll, um den Betrieb der Familienklinik zu unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass Menschen in solchen benachteiligten Gebieten häufig die Gesundheitsversorgung benötigen, aber nicht in der Lage sind, einen angemessenen Beitrag zu ihren Kosten zu leisten. Eine Öko-Demo-Farm ist der Beginn eines größeren Agrargeschäfts und bietet Raum für Experimente mit dem Boden und neuen Pflanzen, die sich die Menschen vor Ort nicht leisten können.

Die Menschen in Kulmasa sind wie in vielen anderen Teilen des Nordens von Ghana hauptsächlich Bauern. Sie sind auf die Einnahmen ihrer Farmen angewiesen, um ihre Familien zu ernähren und sich um ihre Bildung, Gesundheit und andere Bedürfnisse zu kümmern. Leider gibt es in diesem Teil des Landes nur eine Regenzeit. Normalerweise kultivieren die Menschen von Mai bis Oktober verschiedene Pflanzen. Wenn der Regen versagt, gibt es in allen Haushalten unermessliche Schwierigkeiten. Obwohl die Region Savannenvegetation hat, meist Sträucher, fällen die Menschen weiterhin Bäume und verbrennen sie als Holzkohle, was die ohnehin rauen klimatischen Bedingungen verschlimmert.

Die Menschen bauen oft Getreide wie Mais, Hirse, Reis und Sorghumhirse an. Sie bauen auch Erdnüsse, verschiedene Arten von Bohnen und Gemüse an. Jahr für Jahr kultivieren sie die gleichen Dinge. Die Menschen haben größtenteils Angst, neue Pflanzen zu probieren, aus Sorge, dass dies scheitern könnte. Die Ermüdung des Bodens führt dazu, dass sie manchmal niedrigere Erträge als erwartet ernten.

Können sie neue Pflanzen probieren, die den Haushalten mehr Einkommen bringen können? Was könnten diese Pflanzen sein und wie finden sie es heraus? Können sie zwischen den Erntezyklen verschiedener Kulturen abwechseln, um das Land wiederzubeleben? Welche Praktiken werden dazu beitragen, die Erträge zu verbessern und gleichzeitig das Land zu schützen? Dies sind die Themen, die die Öko-Demonstrationsfarm der Medical Mission Sisters ansprechen und mit und für die Menschen finden möchte. Da sich die Menschen vor Ort nicht leisten können, das Risiko von Ernteausfällen zu wagen, weil ihr gesamter Lebensunterhalt von einem Erntezyklus abhängt, hofft MMS, dieses Risiko mit und für sie einzugehen, und die Ergebnisse können auf einzelnen Farmen wiederholt werden.

Als Projektziele nennen die MMS unter anderem: mit neuen Pflanzen experimentieren, abwechselnde Pflanzen von einem Pflanzzyklus zum anderen zu untersuchen, Ermittlung neuer und einfacher Möglichkeiten zur Revitalisierung des Bodens, den Landwirten erfolgreiche Techniken zur Umsetzung in den eigenen Betrieben beibringen. In Zusammenarbeit mit lokalen Delegierten werden verschiedene Kulturen und Techniken untersucht. Es werden verschiedene Kulturen erforscht, die abwechselnd neue Wege zur Wiederbelebung des Bodens finden.

Den Schwestern steht ein Gelände von ca. 12 Hektar zur Verfügung. Ein kleiner Teil des Geländes ist schon landwirtschaftlich genutzt worden, der größere Teil muss noch urbar gemacht werden. Inzwischen haben die Arbeiten auf dem Gelände begonnen. Das ganze Gelände wird von einer ca. 2 Meter hohen Mauer umgeben. Das ist durchaus landestypisch, dass man sein Haus und Gelände mit einer Mauer umgibt. Hier hat das auch folgende Vorteile: Eine Mauer bietet Schutz vor den nomadisierenden Fulanihirten mit ihren Rindviehherden, streunende Tiere, die besonders häufig in der Trockenzeit vorkommen, werden abgehalten und eine Mauer verhindert ebenso, dass Buschbrände die Farm und die damit verbundenen Ressourcen zerstören.

In Zusammenarbeit mit lokalen Vertretern werden verschiedene Kulturen und Techniken untersucht. Es werden verschiedene Kulturen erforscht, die abwechselnd neue Wege zur Wiederbelebung des Bodens finden. Wichtig wird eine ressourcenschonende Bewässerung auch in der 8- monatigen Trockenzeit sein.

Inzwischen haben die Arbeiten auf dem Gelände begonnen. Eine Bohrung nach Wasser war erfolgreich. Die solar betriebene Pumpstelle kann das Gelände bewässern. Das Wasser wird ebenso für die später zu errichtende Familienklinik und den Konvent der MMS reichen. Die Arbeiten zum Bau der Mauer laufen auf Hochtouren. Rund um das Gelände wurde ein Graben ausgehoben, in den die umgebende Mauer gebaut wird. Eisenflechter bereiten die Stahlbewehrungen vor, mehrere Trupps formen und pressen die Steine, die dann in der Sonne trocknen. In langen Kolonnen tragen Frauen die Steine auf dem Kopf zur Verwendungsstelle. Parallel laufen erste Experimente mit Pflanzen an.

Der Aktionskreis Kulmasa – Pater Hagen, Hörstel e.V. unterstützt das Projekt der Schwester als deutscher Ansprechpartner für mehrere Stiftungen, die dieses in Ghanas Norden einzigartige Projekt finanziell möglich machen.

Arbeiter beim Mischen des Betons für die Steine
Ein Arbeiter legt die Steine zum Trocknen in die Sonne
Die Herstellung und der Transport in sengender Sonne (über 46 Grad C) ist echte Schwerarbeit.
Die Steine liegen zim Trocknen in die Sonne
Die Steine liegen zum Trocknen in die Sonne.
Ludger Hinterding hilft beim abladen der Steine
Ludger Hinterding hilft beim Verladen der Steine.
Arbeiter beim ausheben der Gräben
Die Gräben sind alle in Handarbeit ausgeworfen worden.
Hermann Determeyer und Ludger Hinterding vor der solarbetriebene Wasserstelle
Hermann Determeyer und Ludger Hinterding inspizieren die solarbetriebene Wasserstelle.

Bericht: Ludger Hinterding


News vom 30.05.2021

Die Spendenaktion der Kreissparkasse ist beendet

Bis zum 29.05.2021 lief die Spendenaktion der Kreissparkasse unter:

Spendenlogo der Sparkasse

Hier der Link zur Kreissparkasse Steinfurt:

Einfach.Gut.Machen.

Corona bedingt fallen unsere geplanten Veranstaltungen und Vereinstreffen bis auf weiteres aus.

Wir halten Sie jedoch gerne online über die Fortschritte unserer aktuellen Projekte unter News auf dem Laufenden und veröffentlichen unsere nächsten Veranstaltungen und Treffen auf dieser Seite.


News vom 15. Mai 2021

Im Mai 2021 erreichte uns ein Dankschreiben der Leiterin des Kulmasa Gesundheitscenters, Abigail Appiah. In den von hier verschickten Hilfsgüterboxen waren viele Sachen für das Gesundheitscenter. Sie schreibt unter anderem:

„ Mit dankbarem Herzen sagen die Mitarbeiter des Kulmasa Health Centre der katholischen Kirchengemeinde Kulmasa ein großes Dankeschön für ihre liebevolle Unterstützung. Wir wurden am 26. März 2021 überwältigt mit einer Reihe von medizinischen Gegenständen, sowohl Laborausrüstung als auch medizinische Verbrauchsgüter, die der Einrichtung durch Reverend Father Tanti und sein Komitee der katholischen Kirche Kulmasa uns gespendet wurden. Worte können nicht ausdrücken, wie glücklich wir an diesem glorreichen Tag waren, als diese Gegenstände an die Einrichtung übergeben wurden.

Wir sagen ein großes Dankeschön an die katholische Kirchengemeinde für den Platz im Herzen und ihre Reaktion auf unsere Bedürfnisse. Wie das Sprichwort "OLIVER TWIST ASK FOR MORE" sagt, mögen Sie sich weiterhin an die Einrichtung erinnern und sie unterstützen. Es ist unser Gebet, dass der allmächtige GOTT jedes Mitglied der katholischen Gemeinde für die wunderbare Unterstützung segnet…“

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Auch die vielen anderen Sachen aus den Hilfsgüterboxen sind inzwischen bei den Empfängern angekommen. Hier ein paar Fotos dazu:

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Die gespendeten Notebooks sind im Einsatz
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In den Klassenräumen sind mit unserer finanziellen Unterstützung Deckenventilatoren eingebaut worden.

News vom 03. April 2021

Einfach. Gut. Machen.

Auch in diesem Jahr sind wir bei der Aktion der Kreissparkasse:Einfach.Gut.Machen. dabei. In diesem Jahr bitten wir um Unterstützung bei der Finanzierung der Lehrer in den Buschschulen im Hinterland von Kulmasa/Ghana. Schon für 30 Euro unterrichtet ein Lehrer einen Monat lang ca. 40 Kinder.

Wenn im Aktionszeitraum bis zum 29. Mai 2021 mindestens 21 Unterstützer je 10 Euro gespendet haben, gibt die Kreissparkasse noch einmal 500 Euro dazu. Seien Sie dabei - Machen Sie mit! Danke!

Hier der Link zur Kreissparkasse Steinfurt:

Einfach.Gut.Machen.


News vom 20. März 2021


Endlich! Endlich sind die drei Boxen, die wir im Oktober über Rotterdam nach Ghana auf den Weg gebracht haben, am Zielort angekommen. Am 06.12.2020 kam das Schiff im Hafen an. Anfang Dezember haben sich die Einfuhr- und Zollbestimmungen geändert. Das führte dazu, dass Hilfsgütertransporte für die Kirche nicht mehr zollfrei eingeführt werden können. Alle langwierigen Verhandlungen waren erfolglos. So mussten wir letztlich noch 1.200 Euro Gebühren zuschießen. Aber nun sind die Kisten endlich in Kulmasa angekommen und das große Auspacken kann beginnen.

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